Die Trump-Regierung hat am Freitag die Mexico City Policy ausgeweitet und verbietet nun US-amerikanische Gelder an internationale Gruppen, die "geschlechtsangleichende Behandlungen" fördern. Vizepräsident JD Vance kündigte die Ausweitung auf der March for Life Kundgebung in Washington, D.C. an.
Die Mexico City Policy, die erstmals unter Präsident Reagan in Mexico City eingeführt wurde, hat historisch gesehen US-amerikanische Gelder an ausländische Nichtregierungsorganisationen verboten, die Abtreibungsleistungen als Methode der Familienplanung durchführen oder aktiv fördern. Republikanische Präsidenten haben die Policy konsequent erlassen, während demokratische Präsidenten sie aufgehoben haben. Diese jüngste Ausweitung erweitert den Geltungsbereich jedoch auf Organisationen, die geschlechtsangleichende Behandlungen fördern, ein Schritt, der globale Gesundheitsinitiativen erheblich beeinträchtigen könnte.
Die Ausweitung der Policy weckt Bedenken bei globalen Gesundheitsfürsprechern. Gegner argumentieren, dass die Einschränkung der Finanzierung von Organisationen, die eine Reihe von reproduktiven Gesundheitsdiensten anbieten, einschließlich Schwangerschaftsberatung und -vermittlung, letztendlich die Gesundheit von Frauen und den Zugang zur Gesundheitsversorgung untergräbt. Sie argumentieren, dass die Policy Organisationen zwingt, sich zwischen der Annahme von US-amerikanischer Finanzierung und der Bereitstellung umfassender Gesundheitsdienste zu entscheiden, was möglicherweise zu Klinikschließungen und einem reduzierten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen führt, insbesondere in unterversorgten Gemeinden.
Befürworter der erweiterten Policy argumentieren, dass sie das Engagement der Regierung für den Schutz der Religionsfreiheit und moralischer Werte widerspiegelt. Sie sind der Ansicht, dass Steuergelder nicht für Aktivitäten verwendet werden sollten, die mit diesen Werten in Konflikt stehen, einschließlich Abtreibung und geschlechtsangleichender Behandlungen. Sie betonen auch, dass die Policy eine verantwortungsvolle Verwaltung der US-amerikanischen Entwicklungshilfe fördert und sicherstellt, dass die Mittel an Organisationen geleitet werden, die mit amerikanischen Werten übereinstimmen.
Die Auswirkungen dieser erweiterten Policy sind weitreichend. Organisationen wie MSI Reproductive Choices, die beim letzten Mal, als Trump die Mexico City Policy durchsetzte, 15 Millionen Dollar an Fördermitteln verloren, könnten vor erheblichen finanziellen Herausforderungen stehen. Die langfristigen Auswirkungen auf die globale Gesundheit, insbesondere für Frauen und LGBTQ+-Personen, bleiben abzuwarten. Es wird erwartet, dass die Policy in Kraft bleibt, bis eine zukünftige Regierung sie aufhebt.
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