Technologieunternehmen und künstliche Intelligenz dominierten die jüngsten Schlagzeilen, mit Entwicklungen von Finanzierungsrunden und Produkteinführungen bis hin zu Datenschutzbedenken und ethischen Debatten. Mehrere Unternehmen sicherten sich bedeutende Investitionen, während andere wegen Datennutzung und KI-Sicherheit in die Kritik gerieten.
Das KI-Chip-Startup Ricursive Intelligence, gegründet von den ehemaligen Google-Forschern Anna Goldie und Azalia Mirhoseini, sammelte in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 300 Millionen Dollar ein, was das Unternehmen laut eigenen Angaben mit 4 Milliarden Dollar bewertet. Die Finanzierungsrunde wurde von Lightspeed geleitet. Ricursive zielt darauf ab, das Design von Siliziumsubstraten mithilfe von Reinforcement Learning zu automatisieren und baut dabei auf ihrer Arbeit an Googles TPUs auf, mit dem Ziel, die Entwicklung von KI-Chips zu beschleunigen. "Wiederholen, bis AGI erreicht ist", erklärten die Gründer.
SpotDraft, ein Technologieunternehmen für KI-basierte Vertragsprüfung, erhielt eine Investition von 8 Millionen Dollar von Qualcomm Ventures, wodurch sich die Bewertung auf etwa 380 Millionen Dollar erhöht. Die Finanzierung wird verwendet, um die On-Device-KI-Vertragsprüfungstechnologie zu skalieren und so die Bedenken von Unternehmen hinsichtlich des Datenschutzes auszuräumen. SpotDrafts VerifAI, das auf Snapdragon X Elite-Laptops demonstriert wurde, ermöglicht die Offline-Analyse von Verträgen und minimiert die Notwendigkeit, sensible juristische Daten in die Cloud zu übertragen.
In anderen Finanzierungsnachrichten sicherte sich das industrielle KI-Startup CVector 5 Millionen Dollar an Startkapital, um seine KI-"Nervensystem"-Software zu erweitern. Die Technologie optimiert den Betrieb für Versorgungsunternehmen, Hersteller und Chemieproduzenten, indem sie kleine Aktionen, wie z. B. Ventileinstellungen, in messbare Kosteneinsparungen umwandelt. Die Finanzierung wurde von Powerhouse Ventures unter Beteiligung des Corporate-Venture-Arms von Hitachi geleitet.
Der Aufstieg der KI brachte jedoch auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und ethischer Erwägungen mit sich. Google erklärte sich bereit, 68 Millionen Dollar zu zahlen, um Vorwürfe beizulegen, dass sein Sprachassistent Nutzer illegal ausspioniert habe, wie Reuters berichtete. Die Sammelklage warf Google die unrechtmäßige und vorsätzliche Abhörung und Aufzeichnung der vertraulichen Kommunikation von Personen ohne deren Zustimmung sowie die anschließende unbefugte Weitergabe dieser Kommunikation an Dritte vor. Google räumte im Rahmen der Einigung kein Fehlverhalten ein.
Bedenken hinsichtlich der KI-Sicherheit und des Datenschutzes erstreckten sich auch auf andere Plattformen. Meta führte Premium-Abonnements mit KI-Verbesserungen inmitten von Bemühungen zur Umsatzdiversifizierung ein. X wird von der EU wegen des Deepfake-Potenzials von Grok AI untersucht. YouTubers verklagen Snap wegen unbefugter Nutzung von KI-Trainingsdaten.
Auch der Einsatz von KI in sozialen Interaktionen gab Anlass zur Sorge. Rachel Wood, eine Expertin für Cyberpsychologie und Gründerin des AI Mental Health Collective, erklärte: "Ich glaube fest daran, dass KI das relationale Fundament der Gesellschaft verändert." Wood merkte an, dass Menschen zunehmend KI nutzen, um ihr soziales Leben zu gestalten, indem sie Gespräche in Chatbots umleiten, anstatt sich an traditionellen sozialen Interaktionen zu beteiligen.
Im Bereich der Hardware stellte Phonak das Hörgerät Audeo Infinio Ultra Sphere vor, das ein Dual-Chip-System verwendet, um die Sprachverständlichkeit in lauten Umgebungen zu verbessern. Das Hörgerät kombiniert ein DeepSonic DNN für fortschrittliche Geräuschreduzierung und Sprachisolierung mit einem Era-Chip für die Kern-Audioverarbeitung. Intels neue Core Ultra Series 3 (Panther Lake) Laptop-Chips zeigen beeindruckende Leistung und Effizienz.
Unterdessen hat Y Combinator seine Standardbedingungen geändert, um Kanada als zulässigen Investitionsstandort auszuschließen, wie The Logic berichtete. Kanadische Startups, die dem Accelerator beitreten möchten, müssen ihre Unternehmen anderswo gründen.
Microsoft behob eine Anomalie in seinem Netzwerk, die den für example.com bestimmten Datenverkehr an einen Hersteller von Elektronikkabeln in Japan leitete. Das Problem wurde behoben, die Ursache bleibt jedoch ungeklärt. Anfang 2025 kam Microsoft einem FBI-Haftbefehl nach und stellte BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel für Laptops zur Verfügung, die möglicherweise Beweise für Betrug im Zusammenhang mit dem COVID-19-Arbeitslosenhilfeprogramm in Guam enthielten.
Einzelpersonen greifen zunehmend auf RSS-Feeds zurück, um personalisierte Inhalte zusammenzustellen und die algorithmische Filterung auf Social-Media-Plattformen zu umgehen. Diese Verlagerung ermöglicht es den Nutzern, bestimmten Websites und Urhebern direkt zu folgen und so eine bewusstere und weniger manipulierte Informationsaufnahme zu fördern.
Schließlich haben karibische Nationen wie Jamaika und Antigua und Barbuda Cannabis für medizinische und Freizeitzwecke legalisiert und nutzen dabei günstige Anbaubedingungen und kulturelle Akzeptanz. Diese Nationen konzentrieren sich auf die Entwicklung einzigartiger Cannabis-Sorten mit vielfältigen Geschmacksprofilen und medizinischen Vorteilen.
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