Bitcoin fällt inmitten globaler politischer und wirtschaftlicher Veränderungen auf ein 15-Monats-Tief
Der Preis von Bitcoin ist auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2024 gefallen und wird laut BBC Business bei etwa 66.000 US-Dollar (48.700 £) gehandelt, was einem Rückgang von 24 % seit Jahresbeginn entspricht. Dieser Rückgang erfolgte trotz der früheren Unterstützung von US-Präsident Donald Trump für Kryptowährungen und Versprechungen, die Gesetzgebung für die Branche zu lockern.
Der Wertverlust von Bitcoin fällt mit einer komplexen globalen Lage zusammen, die von wirtschaftlicher Unsicherheit und Veränderungen in den internationalen Beziehungen geprägt ist. Die Bank of England beispielsweise beließ die britischen Zinssätze nach einer knappen Abstimmung bei 3,75 %, wobei Gouverneur Andrew Bailey andeutete, dass "einige weitere Senkungen" der Zinssätze im Laufe des Jahres wahrscheinlich seien, wie BBC Business berichtete. Die Bank senkte auch ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum und erhöhte ihre Prognose für die Arbeitslosigkeit.
Unterdessen bezeichnete ein neuer Bericht von Human Rights Watch (HRW), der von The Guardian zitiert wird, das aktuelle globale Umfeld als eine "demokratische Rezession", wobei wachsender Autoritarismus und Menschenrechtsverletzungen in Ländern wie den USA, Russland und China die globale regelbasierte Ordnung bedrohen. Der Bericht stellte fest, dass fast drei Viertel der Weltbevölkerung inzwischen unter autokratischen Herrschern leben, ein Niveau, das seit den 1980er Jahren nicht mehr erreicht wurde.
In anderen internationalen Entwicklungen äußerte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel die Bereitschaft, Gespräche mit den USA "ohne Druck" aufzunehmen, nachdem Präsident Trump monatelang Drohungen ausgesprochen hatte, wie The Guardian berichtete. Dies geschieht inmitten einer sich vertiefenden Wirtschaftskrise auf der Insel.
Präsident Trump schien auch seine Haltung zur Entscheidung Großbritanniens, die Souveränität über die Chagos-Inseln an Mauritius abzutreten, aufzuweichen, wie Al Jazeera berichtete. Diese Kehrtwende erfolgte nach einem Gespräch mit dem britischen Premierminister Keir Starmer. Trump hatte zuvor die Entscheidung Großbritanniens bezüglich des Archipels im Indischen Ozean, zu dem auch ein gemeinsamer US-britischer Militärstützpunkt auf Diego Garcia gehört, als einen Akt "großer Dummheit" bezeichnet.
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