Angetrieben durch Fortschritte in der künstlichen Intelligenz entwickelt eine wachsende Zahl von Personen ohne formalen technischen Hintergrund nun ihre eigenen Anwendungen, ein Trend, der oft als "Micro-Apps" oder "persönliche Apps" bezeichnet wird. Rebecca Yu zum Beispiel verbrachte sieben Tage mit der Entwicklung einer Webanwendung namens Where2Eat, um die Entscheidungsfindung ihrer Freunde bei der Wahl eines Restaurants zu erleichtern.
Yu, die bei der Entwicklung KI-Tools wie Claude und ChatGPT einsetzte, erklärte gegenüber TechCrunch, dass sie durch das Aufkommen von "Vibe-Coding-Apps" inspiriert wurde, bei denen nicht-technische Nutzer erfolgreich ihre eigenen Anwendungen erstellen. "Als ich vor Schulbeginn eine Woche frei hatte, beschloss ich, dass es der perfekte Zeitpunkt war, um endlich meine Anwendung zu entwickeln", sagte Yu.
Diese Micro-Apps sind in der Regel Webanwendungen, obwohl einige Nutzer auch mobile Apps erstellen, die für den persönlichen Gebrauch auf ihren eigenen Telefonen und Geräten bestimmt sind. Einige Entwickler, die bereits bei Apple registriert sind, vertreiben ihre persönlichen Apps sogar in der Beta-Phase über TestFlight.
Der Aufstieg von Micro-Apps ist vor allem auf die zunehmende Zugänglichkeit von KI-gestützten Entwicklungstools zurückzuführen. Diese Tools vereinfachen den Programmierprozess und ermöglichen es Personen mit geringen oder keinen Programmierkenntnissen, ihre App-Ideen zum Leben zu erwecken. Dieser Trend stellt eine Verschiebung in der App-Erstellung dar, weg von der traditionellen Softwareentwicklung und hin zu einem stärker demokratisierten Ansatz.
Die langfristigen Auswirkungen von Micro-Apps auf die breitere App-Entwicklungsbranche bleiben abzuwarten. Es deutet jedoch auf eine mögliche Zukunft hin, in der die App-Erstellung nicht mehr auf professionelle Entwickler beschränkt ist, sondern einer breiteren Palette von Nutzern zugänglich ist, die Anwendungen an ihre spezifischen Bedürfnisse anpassen können.
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