Hochgeschwindigkeitszug-Unglück in Spanien fordert mindestens 39 Todesopfer
ADAMUZ, Spanien – Ein Hochgeschwindigkeitszug-Unglück im Süden Spaniens am Sonntagabend hat mindestens 39 Menschen das Leben gekostet und stellt die schlimmste Eisenbahnkatastrophe des Landes seit über einem Jahrzehnt dar. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Adamuz, als ein Zug in Richtung Madrid entgleiste und mit einem entgegenkommenden Zug zusammenstieß, so die spanische Guardia Civil.
An dem Zusammenstoß waren zwei Züge mit insgesamt 400 Passagieren und Mitarbeitern beteiligt, wie die Eisenbahnnetze mitteilten. Rettungsdienste waren vor Ort und behandelten 122 Personen wegen Verletzungen. Laut dem spanischen Verkehrsminister Óscar Puente befanden sich am Montag noch 43 Personen, darunter vier Kinder, im Krankenhaus, davon 12 Erwachsene und ein Kind auf der Intensivstation.
Mehrere Nachrichtenquellen deuten darauf hin, dass die Entgleisung auf einer kürzlich renovierten geraden Strecke stattfand, was Fragen nach der Ursache des Unfalls aufwirft. Die Behörden haben eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet, den sie als "äußerst seltsam" bezeichneten. Die Bergungsarbeiten wurden durch die Trümmer behindert, aber die Teams arbeiteten weiter daran, Leichen zu bergen.
Der spanische Premierminister drückte nach der Tragödie sein tiefes Bedauern aus. Die Behörden forderten Überlebende auf, ihre Sicherheit über soziale Medien zu signalisieren, um bei der Erfassung aller Passagiere zu helfen. Der Zusammenstoß hat auch die Überprüfung der Eisenbahnsicherheit und der Infrastrukturwartung in Spanien veranlasst.
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