Japans Premierministerin Sanae Takaichi kündigte am Freitag die Auflösung des Parlaments an und bereitete damit die Bühne für vorgezogene Neuwahlen am 8. Februar. Takaichi, die im Oktober ihr Amt antrat, will von ihren hohen Zustimmungswerten in der Bevölkerung profitieren und sich eine starke Mehrheit im Unterhaus des Parlaments sichern.
Takaichi bezeichnete die Entscheidung als "äußerst gewichtig" und betonte, dass die Wahl "Japans Kurs gemeinsam mit dem Volk bestimmen" werde, während einer Pressekonferenz in Tokio.
Die bevorstehende Wahl ist die zweite Parlamentswahl in Japan innerhalb eines Jahres und stellt eine bedeutende Prüfung für Takaichis Führung und politische Agenda dar. Obwohl ihr Kabinett seit seinem Amtsantritt am 21. Oktober beträchtliche öffentliche Unterstützung genießt, liegt ihre Partei derzeit in den Umfragen zurück, was Bedenken hinsichtlich des möglichen Ergebnisses aufwirft.
Eine zentrale Herausforderung für Takaichi wird darin bestehen, die Wähler davon zu überzeugen, ihre Pläne zur Erhöhung der Staatsausgaben inmitten wachsender Sorgen über die steigenden Lebenshaltungskosten zu unterstützen. Die Wahl wird als Referendum über ihre Wirtschaftspolitik und ihre Fähigkeit dienen, die finanziellen Belastungen japanischer Haushalte zu bewältigen.
Takaichi strebt ein öffentliches Mandat im Repräsentantenhaus an, der mächtigeren Kammer des japanischen Parlaments. Seit ihrem Amtsantritt habe sie sich "ständig Sorgen gemacht, dass das Takaichi-Kabinett noch nicht in einer Wahl getestet wurde, bei der die Öffentlichkeit abstimmen kann", erklärte sie. Die Wahl wird diesen Test liefern.
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