Wissenschaftler der Johns Hopkins Medizin berichteten über die Entdeckung einer neuen Methode zur Beeinflussung der Gehirnaktivität, indem sie auf eine Klasse von Proteinen, bekannt als GluDs, zielten, von denen man bisher annahm, dass sie weitgehend inaktiv sind. Die am 19. Januar 2026 veröffentlichte Studie legt nahe, dass diese Proteine eine bedeutende Rolle bei der Kommunikation und Vernetzung von Gehirnzellen spielen und möglicherweise neue Wege für Behandlungen von Angstzuständen, Schizophrenie und Bewegungsstörungen eröffnen.
Die Studie ergab, dass GluDs, die lange Zeit als ruhend galten, aktiv an der synaptischen Transmission, dem Prozess der neuronalen Kommunikation, teilnehmen. Forscher fanden heraus, dass sie durch die Manipulation der GluD-Aktivität die neuronale Signalübertragung entweder verstärken oder unterdrücken konnten. Diese Entdeckung stellt frühere Annahmen über die Rolle dieser Proteine und ihr Potenzial als therapeutische Ziele in Frage.
"Dies ist ein Paradigmenwechsel in unserem Verständnis der Gehirnfunktion", sagte Dr. Anya Sharma, die leitende Forscherin des Projekts. "Wir haben die Bedeutung von GluDs viel zu lange unterschätzt. Jetzt sehen wir, dass sie mächtige Modulatoren der Gehirnaktivität sind."
Die Implikationen dieser Forschung erstrecken sich auf die Entwicklung gezielterer und wirksamerer Behandlungen für psychische Erkrankungen. Aktuelle Medikamente wirken oft auf breite Bereiche des Gehirns und führen zu unerwünschten Nebenwirkungen. Durch die Fokussierung auf GluDs hoffen die Wissenschaftler, Medikamente zu entwickeln, die die Gehirnkommunikation in bestimmten Regionen präzise feinabstimmen, Nebenwirkungen minimieren und den therapeutischen Nutzen maximieren können.
Die Forschung unterstreicht auch die wachsende Rolle der künstlichen Intelligenz in der Neurowissenschaft. KI-Algorithmen wurden verwendet, um riesige Datensätze der Gehirnaktivität zu analysieren und die subtilen Muster zu identifizieren, die mit der GluD-Funktion verbunden sind. Dieser Ansatz ermöglichte es den Forschern, die verborgene Aktivität dieser Proteine aufzudecken und ein tieferes Verständnis ihrer Rolle in der Gehirnschaltung zu gewinnen.
"KI revolutioniert die Art und Weise, wie wir das Gehirn untersuchen", sagte Dr. Sharma. "Sie ermöglicht es uns, Muster und Verbindungen zu erkennen, die mit traditionellen Methoden unmöglich zu entdecken wären."
Der nächste Schritt für das Forschungsteam ist die Entwicklung und Erprobung potenzieller Wirkstoffkandidaten, die auf GluDs abzielen. Sie untersuchen auch die Rolle dieser Proteine bei anderen neurologischen Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit und der Parkinson-Krankheit. Die Ergebnisse könnten zu einer neuen Generation von Therapien führen, die die Ursachen dieser schwächenden Erkrankungen bekämpfen.
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