Laut Elon Musk plant Tesla die Wiederbelebung seines Dojo-Projekts, mit der Absicht, den hauseigenen KI-Chip für Weltraum-basierte künstliche Intelligenz-Berechnungen einzusetzen. Diese Entscheidung stellt eine Abkehr von der vorherigen Strategie des Unternehmens dar, die fünf Monate zuvor angekündigt wurde, die Entwicklung des Dojo-Supercomputers einzustellen.
Musk erklärte auf X, dass die Entscheidung, Dojo3 neu zu starten, durch die Fortschritte beim Design des Tesla AI5-Chips beeinflusst wurde. Der AI5-Chip, der von Samsung hergestellt wird, war ursprünglich für das Training von selbstfahrenden Modellen auf der Erde vorgesehen. Die neue Ausrichtung deutet auf eine mögliche Anwendung von KI in der Weltraumforschung oder Satellitentechnologie hin.
Die ursprüngliche Entscheidung, das Dojo-Projekt auszusetzen, folgte dem Ausscheiden von Schlüsselpersonal, darunter Dojo-Leiter Peter Bannon. Ungefähr 20 Dojo-Teammitglieder schlossen sich daraufhin DensityAI an, einem Startup mit Fokus auf KI-Infrastruktur, das von dem ehemaligen Dojo-Chef Ganesh Venkataramanan und den Ex-Tesla-Mitarbeitern Bill Chang und Ben Floering gegründet wurde. Damals deuteten Berichte darauf hin, dass Tesla plante, seine Abhängigkeit von Nvidia, AMD und Samsung für Rechenleistung und Chipherstellung zu erhöhen.
Der Dojo-Supercomputer wurde entwickelt, um riesige Datenmengen zu verarbeiten, die von Tesla-Fahrzeugen gesammelt wurden, um sein autonomes Fahrsystem zu trainieren. Durch die Entwicklung seines eigenen Siliziums wollte Tesla seine Abhängigkeit von externen Zulieferern verringern und die Leistung für seine spezifischen KI-Workloads optimieren. Das Unternehmen hat die spezifischen Anwendungen seiner Weltraum-basierten KI-Rechenpläne noch nicht im Detail erläutert.
Die Wiederbelebung von Dojo deutet auf ein erneutes Engagement für die interne Chipentwicklung hin, trotz der früheren Verlagerung hin zum Outsourcing. Die langfristigen Auswirkungen dieser strategischen Verschiebung auf Teslas KI-Fähigkeiten und seine Partnerschaften mit anderen Technologieunternehmen bleiben abzuwarten.
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