Die Inflation im Vereinigten Königreich ist laut offiziellen Zahlen im Jahresverlauf bis Dezember auf 3,4 % gestiegen, was den ersten Anstieg seit fünf Monaten darstellt. Der unerwartete Anstieg, der die Prognosen der Ökonomen von einem Anstieg um 3,3 % übertraf, wurde auf vorübergehende Faktoren wie höhere Tabakpreise und gestiegene Flugpreise während der Weihnachtszeit zurückgeführt.
Der Inflationsanstieg erfolgt kurz vor der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der Bank of England am 5. Februar, bei der über die Zinssätze beraten wird. Der Ausschuss hatte die Kreditkosten zuvor Ende 2025 auf 3,75 % gesenkt.
Michael Saunders, ein ehemaliges Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Bank of England, spielte Bedenken herunter, dass der Inflationsanstieg einen anhaltenden Aufwärtstrend signalisiere. "Es ist nicht der Beginn eines neuen Aufwärtstrends, sondern spiegelt eine Reihe von eher vorübergehenden, unregelmäßigen Faktoren wider", erklärte Saunders. Er geht davon aus, dass die Bank im Februar von einer Senkung der Kreditkosten absehen wird, rechnet aber im Laufe des Jahres mit "allmählichen" Senkungen.
Der Anstieg der Tabakpreise resultierte aus Steuererhöhungen, die im Haushaltsplan angekündigt wurden, während die Erhöhung der Flugpreise den typischen Nachfrageanstieg während der Ferienzeit widerspiegelte. Diese einmaligen Ereignisse trugen wesentlich zur Gesamtinflationsrate für Dezember bei.
Die bevorstehende Sitzung der Bank of England wird von den Finanzmärkten und den Verbrauchern gleichermaßen genau beobachtet werden, da der Ausschuss die neuesten Inflationsdaten gegen die breiteren wirtschaftlichen Bedingungen abwägt. Die Entscheidung über die Zinssätze wird Auswirkungen auf die Kreditkosten, die Sparzinsen und das gesamte Wirtschaftswachstum haben.
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