Die akademische Welt steht wegen des Ausschlusses von Wissenschaftlern mit Behinderungen und größeren Körperumfängen in der Kritik. Die Forscher Theo Newbold und Katharine Hubert äußern sich zu den Herausforderungen. Newbold, ein Doktorand an der Pennsylvania State University, und Hubert, bei der während ihrer Promotion an der University of Wisconsin Madison das Ehlers-Danlos-Syndrom diagnostiziert wurde, setzen sich für Veränderungen ein.
Die Diskussion begann nach einem Artikel aus dem Jahr 2022 über Sizeismus in der Wissenschaft. Reddit-Kommentare stellten die Eignung der vorgestellten Wissenschaftler für akademische Karrieren in Frage. Newbold fühlte sich zu Unrecht ins Visier genommen. Huberts Erfahrung verdeutlicht die Mobilitätsprobleme, mit denen Menschen mit Bindegewebserkrankungen konfrontiert sind.
Die unmittelbare Folge ist ein erneuter Ruf nach Arbeitsplatzanpassungen. Laut Newbold und Hubert sind ergonomische Werkzeuge und ein Umdenken erforderlich. Sie betonen, dass die derzeitigen akademischen Umgebungen die unterschiedlichen Körpertypen und Mobilitätsbedürfnisse oft nicht berücksichtigen.
Das Problem rührt von einem Mangel an Repräsentation und Verständnis her. "Körper wie unserer werden in der akademischen Welt nicht berücksichtigt", erklärte Newbold. Dieser Ausschluss schränkt wissenschaftliche Perspektiven und Innovationen ein.
Mit Blick auf die Zukunft drängen Newbold und Hubert auf systemische Veränderungen. Sie wollen eine integrativere und zugänglichere akademische Landschaft für alle Wissenschaftler schaffen. Weitere Diskussionen und politische Änderungen werden erwartet.
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