Massachusetts Abgeordnete wollen, dass Unternehmen "Ablaufdaten" von Produkten offenlegen
Massachusetts Abgeordnete haben am Dienstag im Repräsentantenhaus und Senat des Bundesstaates Gesetzentwürfe eingebracht, die Unternehmen dazu verpflichten würden, das Enddatum des Supports für ihre vernetzten Produkte offenzulegen, um die Cybersicherheit und den Verbraucherschutz zu verbessern. Staatssenator William Brownsberger und Staatsabgeordneter David Rogers brachten die vorgeschlagene Gesetzgebung, die gemeinsam als "An Act Relative to Consumer Connected Devices" bekannt ist, in ihren jeweiligen Kammern ein.
Die Gesetzentwürfe sollen den Verbrauchern das Wissen vermitteln, das sie benötigen, um fundierte Kaufentscheidungen zu treffen, damit sie vorhersehen können, wann ein Gerät veraltet sein wird, und entsprechend planen können. Diese Initiative begegnet wachsenden Bedenken hinsichtlich der Anfälligkeit veralteter intelligenter Geräte für Cyberangriffe.
"Unser tägliches Leben ist eng mit intelligenten Geräten verbunden", sagte Rogers in einer Erklärung. "Sobald ein Unternehmen beschließt, keine Software-Updates mehr für diese Geräte bereitzustellen, werden sie zu tickenden Zeitbomben, die Hacker ausnutzen können. Wir müssen sicherstellen, dass die Verbraucher die Werkzeuge erhalten, um ihre Geräte und die Risiken zu verstehen, bevor sie sie kaufen."
Das vorgeschlagene Gesetz spiegelt ein wachsendes Bewusstsein für die Sicherheitsrisiken wider, die mit dem Internet der Dinge (IoT) verbunden sind. Vernetzte Geräte, von intelligenten Thermostaten und Kühlschränken bis hin zu Überwachungskameras und medizinischen Geräten, verfügen oft nicht über robuste Sicherheitsfunktionen und können zu Zielen für böswillige Akteure werden, sobald die Hersteller keine Software-Updates und Sicherheitspatches mehr bereitstellen. Ohne diese Updates bleiben Schwachstellen unbeseitigt, wodurch die persönlichen Daten und Netzwerke der Benutzer potenziell gefährdet werden.
Die Gesetzgebung könnte erhebliche Auswirkungen auf die Hersteller von vernetzten Geräten haben und sie möglicherweise dazu zwingen, ihre Produktentwicklung und Supportstrategien zu überdenken. Unternehmen müssen möglicherweise längere Supportzyklen einplanen oder klarere Kommunikationskanäle entwickeln, um die Verbraucher über die End-of-Life-Pläne für ihre Geräte zu informieren. Das Gesetz könnte auch Innovationen im Bereich der Gerätesicherheit anregen und die Hersteller dazu ermutigen, Sicherheitsfunktionen zu priorisieren und nachhaltigere Update-Mechanismen zu entwickeln.
Die Gesetzentwürfe werden derzeit im Repräsentantenhaus und Senat von Massachusetts geprüft. Wenn sie verabschiedet werden, wäre Massachusetts einer der ersten Bundesstaaten, der eine solche Gesetzgebung erlässt, was möglicherweise einen Präzedenzfall für andere Bundesstaaten schaffen würde. Der nächste Schritt ist die Überprüfung durch den Ausschuss und die Debatte in beiden gesetzgebenden Körperschaften.
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