Trump weist Kanada zurück und wirft es aus dem "Friedensrat"
Washington – Präsident Donald Trump hat Kanadas Einladung, dem neu gegründeten "Friedensrat" beizutreten, zurückgezogen, nachdem es in letzter Zeit zu Spannungen zwischen den beiden nordamerikanischen Nachbarn gekommen war. Der Rückzug erfolgte, nachdem Premierminister Mark Carney Bedenken hinsichtlich der von den USA geführten globalen Ordnung geäußert und Kanada sich geweigert hatte, die Mitgliedsgebühr von 1 Milliarde Dollar zu zahlen, so mehrere Quellen.
Trump gab die Entscheidung auf Truth Social bekannt und erklärte in einem an Carney gerichteten Beitrag: "Bitte betrachten Sie dieses Schreiben als Rücknahme der Einladung des Friedensrates an Sie bezüglich des Beitritts Kanadas." Trump nannte zwar nicht ausdrücklich den Grund für die Rücknahme der Einladung, doch der Schritt folgt auf Kanadas Andeutung, dass es ohne Zahlung der erforderlichen Gebühr teilnehmen würde.
Der "Friedensrat" wird von den USA als eine internationale Organisation zur Konfliktlösung konzipiert, wobei Trump als Vorsitzender fungiert und über eine bedeutende Entscheidungsbefugnis verfügt. Europäische Staats- und Regierungschefs, angeführt vom EU-Chef Antonio Costa, haben Bedenken hinsichtlich des Umfangs des Rates geäußert, sind aber weiterhin offen für eine Zusammenarbeit, insbesondere in Gaza.
Der Rückzug markiert den jüngsten Streit zwischen den USA und Kanada. Carney hatte Anfang der Woche Schlagzeilen gemacht, als er vor einem "Bruch" in der von den USA geführten globalen Ordnung warnte. Die Situation ist weiterhin im Fluss, wobei die Zukunft der Beteiligung Kanadas an internationalen Bemühungen zur Konfliktlösung ungewiss ist.
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