Machado bezeichnete das Treffen in ihren nach der Diskussion abgegebenen Bemerkungen als "einen historischen Tag für uns Venezolaner". Trump würdigte die Geste in den sozialen Medien und nannte sie "eine wunderbare Geste gegenseitigen Respekts".
Obwohl Machados Bewegung den Sieg bei den umstrittenen Wahlen 2024 in Venezuela für sich beansprucht, hat Trump sie nicht formell als neue Staats- und Regierungschefin des Landes anerkannt. Stattdessen steht der US-Präsident in Kontakt mit Delcy Rodríguez, Maduros ehemaliger Vizepräsidentin, die derzeit als amtierende Staats- und Regierungschefin in Venezuela fungiert. Trump bezeichnete das Treffen mit Machado als "große Ehre" und nannte sie eine "wunderbare Frau, die schon so viel durchgemacht hat".
Die Situation in Venezuela bleibt politisch komplex. Das Land kämpft seit Jahren mit einer schweren Wirtschaftskrise, Hyperinflation und einem Mangel an grundlegenden Gütern und Dienstleistungen, was zu Massenabwanderung und weitverbreiteter Unzufriedenheit geführt hat. Die Wahlen 2024 waren von Vorwürfen der Unregelmäßigkeiten überschattet und wurden von mehreren internationalen Gremien nicht anerkannt.
Die Vereinigten Staaten haben eine lange Geschichte der Einmischung in die venezolanische Politik, insbesondere in Bezug auf Ölinteressen und regionale Stabilität. Die Festnahme Maduros durch US-Streitkräfte stellt eine deutliche Eskalation der Spannungen zwischen den beiden Nationen dar. Die US-Regierung hat die Rechtsgrundlage für Maduros Verhaftung auf venezolanischem Boden noch nicht geklärt.
Machado, seit vielen Jahren eine prominente Figur der venezolanischen Oppositionsbewegung, hat sich stets für einen Übergang zur Demokratie und ein Ende der ihrer Meinung nach autoritären Herrschaft des Maduro-Regimes eingesetzt. Ihre Überreichung der Nobelmedaille an Trump kann als symbolischer Appell für die fortgesetzte Unterstützung der USA bei der Erreichung dieser Ziele interpretiert werden.
Im Anschluss an das Treffen wandte sich Machado an Anhänger, die sich vor den Toren des Weißen Hauses versammelt hatten, und sprach laut Associated Press auf Spanisch zu ihnen. Der genaue Inhalt dieser Ansprache war nicht sofort verfügbar. Die Zukunft Venezuelas und die Legitimität seiner Führung bleiben ungewiss, wobei internationale Akteure die Entwicklungen aufmerksam verfolgen.
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