Kathleen Kennedy wird nach fast 14 Jahren als Präsidentin von Lucasfilm zurücktreten, gab Disney am Donnerstag bekannt. Ihre Amtszeit, die 2012 begann, war sowohl von kritischen als auch von kommerziellen Erfolgen geprägt, darunter "The Mandalorian", "Star Wars: Das Erwachen der Macht" und "Andor", sowie von Projekten, die auf Kritik stießen, wie "Solo: A Star Wars Story".
Dave Filoni, 51, derzeit Chief Creative Officer von Lucasfilm, wird die Rolle des Präsidenten übernehmen und gleichzeitig seine kreativen Aufgaben behalten. Lynwen Brennan, 58, die Leiterin der Geschäftsangelegenheiten und des operativen Geschäfts des Studios, wird Co-Präsidentin. Beide Ernennungen gelten ab sofort.
Kennedy, 72, wird zur Produktion zurückkehren, einer Karriere, die sie 1982 mit Filmen wie "E.T. der Außerirdische" und "Poltergeist" begann. Sie soll als leitende Produzentin an zwei kommenden Star Wars-Filmen beteiligt sein.
Disney-Führungskräfte lobten Kennedys Führungsqualitäten in höchsten Tönen. "Kathleen ist eine Visionärin", sagte Robert A. Iger, Disneys Vorstandsvorsitzender, in einer Erklärung. Alan Bergman, Co-Vorsitzender von Disney Entertainment, lobte ebenfalls ihre Beiträge.
Lucasfilm ist verantwortlich für die Star Wars- und Indiana Jones-Franchises. Die Produktionen des Studios sind bekannt für ihre hohen Budgets und die starke Nutzung visueller Effekte. Kennedys Zeit bei Lucasfilm fiel auch mit einer zunehmenden kulturellen und politischen Polarisierung zusammen, die sich oft in Diskussionen rund um das Star Wars-Franchise widerspiegelte.
Filoni ist seit vielen Jahren eine wichtige kreative Kraft bei Lucasfilm, bekannt für seine Arbeit an animierten Serien wie "Star Wars: The Clone Wars" und "Star Wars Rebels". Brennan hat die geschäftlichen und operativen Aspekte des Studios überwacht.
Der Führungswechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Lucasfilm weiterhin neue Star Wars-Filme und Fernsehserien für Disney+ entwickelt. Das Studio ist bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen der Ansprache etablierter Fans und der Gewinnung neuer Zielgruppen zu finden.
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