Die American Civil Liberties Union (ACLU) hat am Mittwoch eine Klage gegen die Trump-Regierung eingereicht und wirft ihr den unrechtmäßigen Einsatz von Bundesstrafverfolgungsbehörden gegen Demonstranten in Minneapolis vor. Die Klage, die im Namen von drei US-Bürgern eingereicht wurde, behauptet, dass die Trump-Regierung Bundesagenten, insbesondere Immigration and Customs Enforcement (ICE), während der jüngsten Proteste missbraucht habe.
Die Klage beruht auf Begegnungen zwischen den Klägern und ICE-Agenten während Demonstrationen gegen die Bundesimmigrationspolitik. Laut ACLU hat die Trump-Regierung Bundesagenten eingesetzt, um Proteste zu unterdrücken, und damit ihre rechtlichen Befugnisse überschritten. "Die Handlungen der Regierung sind eine klare Verletzung der Rechte dieser Personen gemäß dem ersten Verfassungszusatz", erklärte die ACLU in einer Pressemitteilung.
Die Klage kommt inmitten erhöhter Spannungen in Minneapolis, wo Proteste als Reaktion auf ICE-Razzien ausgebrochen sind. Border Patrol Commander Gregory Bovino sagte gegenüber Fox News, dass die jüngsten Verhaftungen außerhalb des Bundesgebäudes, in dem sich ICE befindet, vorgenommen wurden. Bundesagenten setzten auch Tränengas ein, um Demonstranten zu zerstreuen.
Die Klage fällt mit der Drohung von Präsident Trump zusammen, den Insurrection Act in Kraft zu setzen, ein Gesetz, das es dem Präsidenten erlaubt, das Militär im Inland einzusetzen, um eine Invasion oder Rebellion zu unterdrücken. Minnesotas Gouverneur Tim Walz forderte Trump über soziale Medien auf, die Situation zu deeskalieren. Pressesprecherin Karoline Leavitt erklärte jedoch, dass Walz und der Präsident am Mittwoch nicht miteinander gesprochen hätten.
Auch der Fraktionsvorsitzende der Minderheit im Senat, Chuck Schumer, sprach die Situation während eines Treffens mit Präsident Trump an und warnte, dass ICE-Razzien gefährlich seien und mehr Menschen gefährdeten. Die Klage der ACLU zielt darauf ab, die Trump-Regierung daran zu hindern, Bundesagenten in einer Weise einzusetzen, die gegen die verfassungsmäßigen Rechte verstößt. Es wird erwartet, dass der Fall in den kommenden Wochen verhandelt wird, wobei Rechtsexperten einen Schwerpunkt auf den Umfang der Bundesbefugnisse bei der Bewältigung inländischer Proteste erwarten.
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