Präsident Trump äußerte am Freitag Bedenken hinsichtlich der Ernennung seines obersten Wirtschaftsberaters, Kevin A. Hassett, zum nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve, obwohl er dessen Leistung lobte. Trumps Kommentare bringen weitere Unsicherheit in die Suche nach einem Nachfolger für Jerome H. Powell, den derzeitigen Fed-Chef.
Trump lobte Hassett, den Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats des Weißen Hauses, bei einer Veranstaltung im Weißen Haus zum Thema Gesundheitswesen für seinen Einsatz für die Wirtschaftspolitik der Regierung, insbesondere für seine Fernsehauftritte. "Ehrlich gesagt, möchte ich Sie eigentlich dort behalten, wo Sie sind", sagte Trump und fügte hinzu, dass Fed-Beamte "nicht viel reden". Er fuhr fort: "Ich würde Sie verlieren. Das ist eine ernsthafte Sorge für mich."
Hassett galt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von Powell. Der Auswahlprozess wurde jedoch diese Woche unterbrochen, als das Justizministerium Vorladungen einer Grand Jury an die Fed bezüglich Powells Aufsicht über eine 2,5 Milliarden Dollar teure Renovierung des Hauptsitzes der Zentralbank in Washington erließ. Die New York Times berichtete am Sonntag über die Existenz der strafrechtlichen Ermittlungen, woraufhin Powell ein Video veröffentlichte, in dem er die Trump-Regierung direkt dafür kritisierte, angeblich mit der Androhung von.
Die Äußerungen des Präsidenten verdeutlichen die anhaltenden Spannungen zwischen dem Weißen Haus und der Federal Reserve, insbesondere in Bezug auf die Geldpolitik. Trump hat die Zinserhöhungen der Fed wiederholt kritisiert und argumentiert, dass sie das Wirtschaftswachstum behindert hätten. Die Auswahl eines neuen Fed-Chefs ist eine entscheidende Entscheidung, die die Ausrichtung der Geldpolitik und die Gesamtwirtschaft erheblich beeinflussen könnte. Die Unsicherheit rund um den Auswahlprozess verstärkt die bestehenden wirtschaftlichen Ängste. Die Untersuchung von Powells Management der Renovierung des Fed-Hauptquartiers verkompliziert die Situation zusätzlich und wirft Fragen nach der Unabhängigkeit und Integrität der Zentralbank auf. Die Suche nach einem neuen Fed-Chef ist noch nicht abgeschlossen, und es gibt keinen klaren Zeitplan für eine Entscheidung.
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