Ein hochrangiges Mitglied der ugandischen Opposition, Muwanga Kivumbi, erklärte, dass Sicherheitskräfte am frühen Freitagmorgen sein Haus gestürmt und 10 Mitglieder seines Wahlkampfteams erschossen hätten. Der Vorfall ereignete sich nach einer Parlamentswahl, von der erwartet wird, dass sie die fast 40-jährige Herrschaft von Präsident Yoweri Museveni verlängern wird.
Kivumbi, ein Mitglied der National Unity Platform (NUP), sagte gegenüber Reuters, dass der Angriff gegen 3 Uhr morgens Ortszeit stattgefunden habe. Er sagte, Sicherheitskräfte seien gewaltsam in sein Haus eingedrungen, indem sie die Haustür aufbrachen, und hätten dann in einer Garage das Feuer eröffnet, wo seine Wahlkampfmitarbeiter auf die Bekanntgabe der Wahlergebnisse für seinen Parlamentssitz warteten. "Es war ein Massaker", sagte er.
Lydia Tumushabe, eine lokale Polizeisprecherin, sagte, sie wisse nichts von einem Vorfall in Kivumbis Haus, das sich in der Nähe der Polizeistation befinde. Sie behauptete, dass Macheten schwingende Oppositionsmitglieder, die von Kivumbi organisiert wurden, für die Gewalt verantwortlich seien.
Die Wahl fand inmitten von Bedenken hinsichtlich Fairness und Transparenz statt. Es wird allgemein erwartet, dass Museveni, der seit 1986 an der Macht ist, gewinnen und seine Position als einer der dienstältesten Staatschefs Afrikas weiter festigen wird. Die NUP unter der Führung des Musikers und Politikers Bobi Wine hat sich zu einer bedeutenden Oppositionskraft entwickelt, die Musevenis Dominanz herausfordert.
Der gemeldete Angriff auf Kivumbis Haus verschärft die Spannungen im Zusammenhang mit den Wahlergebnissen. Internationale Beobachter haben Bedenken hinsichtlich der Durchführung der Wahl geäußert, darunter Berichte über Wählereinschüchterung und Einschränkungen der Wahlkampagne der Opposition. Der Ausgang der Wahl und die Reaktion auf mögliche Anfechtungen könnten erhebliche Auswirkungen auf Ugandas politische Stabilität und Zukunft haben. Die Situation ist weiterhin unübersichtlich, und es werden weitere Entwicklungen erwartet, sobald die Wahlergebnisse fertiggestellt und bekannt gegeben werden.
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