Im Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo hat ein gefährdetes Berggorilla-Weibchen namens Mafuko Zwillinge zur Welt gebracht, was vorsichtige Hoffnungen für den Schutz der Art weckt. Die Geburt, die von Jacques Katutu, dem Leiter der Gorilla-Überwachung in Virunga, beobachtet wurde, stellt ein bedeutendes Ereignis dar, obwohl die Jungtiere vor erheblichen Herausforderungen für ihr Überleben stehen.
Katutu, ein Ranger mit 15 Jahren Erfahrung, beschrieb die neugeborenen Männchen als zerbrechlich und wies auf die hohe Kindersterblichkeitsrate bei Berggorillas hin. Laut Parkbeamten müssen die Zwillinge Bedrohungen wie Krankheiten, Wildererfallen und potenziellem Kindstötung überleben.
Berggorillas sind vom Aussterben bedroht, wobei schätzungsweise nur noch 1.000 in freier Wildbahn leben. Ihr Lebensraum ist auf die vulkanischen Berge Zentralafrikas beschränkt, die sich über Teile von Uganda, Ruanda und der DRK erstrecken. Der Virunga-Nationalpark, ein UNESCO-Weltkulturerbe, ist ein wichtiges Schutzgebiet für diese Primaten. Naturschutzbemühungen, einschließlich Anti-Wilderei-Patrouillen und Programmen zur Einbeziehung der lokalen Bevölkerung, haben in den letzten Jahren zu einem allmählichen Anstieg der Gorilla-Population beigetragen.
Die Geburt von Zwillingen ist bei Gorillas relativ selten. Laut dem Dian Fossey Gorilla Fund International kommen Zwillingsgeburten bei etwa 1 % der Gorilla-Geburten vor. Die Mutter hat oft Schwierigkeiten, ausreichend Pflege und Nahrung für zwei Jungtiere bereitzustellen, was ihr Überleben noch unsicherer macht.
Trotz der Herausforderungen wird die Geburt von Mafukos Zwillingen als positives Zeichen für den Naturschutz gewertet. "Sogar er war von dem Anblick der zerbrechlichen jungen Männchen berührt", sagte Katutu dem Guardian und hob die emotionale Wirkung des Ereignisses hervor. Parkranger beobachten Mafuko und ihren Nachwuchs genau und leisten nach Möglichkeit Unterstützung, während sie gleichzeitig die Eingriffe minimieren. Die kommenden Wochen sind entscheidend für das Überleben der Zwillinge, und ihre Fortschritte werden von Naturschützern weltweit genau beobachtet.
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