Ugandas Präsident Yoweri Museveni wurde am Samstag zum Sieger der Präsidentschaftswahlen des Landes erklärt und verlängert damit seine Amtszeit auf eine siebte Amtsperiode. Die Ankündigung, die vom Vorsitzenden der ugandischen Wahlkommission gemacht wurde, erfolgte nach einem 48-stündigen Warten nach der Wahl, wobei Museveni 71,65 % der Stimmen erhielt, was insgesamt 7.944.772 Stimmen entspricht.
Die Wahl fand inmitten einer von der Regierung verhängten Internetsperre statt und wurde von Berichten über Gewalt und Einschüchterung überschattet. Robert Kyagulanyi, auch bekannt als Bobi Wine, der wichtigste Oppositionskandidat der National Unity Platform, verurteilte die Wahl und erklärte, er halte sich nach einer Razzia der Polizei in seiner Residenz versteckt. Wine erhielt laut Wahlkommission 3.631.437 Stimmen.
Museveni ist seit 1986 an der Macht. Seine Amtszeit war von Phasen wirtschaftlichen Wachstums und Stabilität geprägt, sah sich aber auch Kritik in Bezug auf Menschenrechte und demokratische Freiheiten ausgesetzt. Die Regierung verteidigte die Abschaltung des Internets als Maßnahme zur Verhinderung der Verbreitung von Fehlinformationen und zur Aufrechterhaltung der Ordnung während der Wahlperiode.
Wine, ein populärer Musiker, der sich der Politik zugewandt hat, hat sich insbesondere bei jüngeren Ugandern eine bedeutende Unterstützung erworben und stellt eine gewaltige Herausforderung für Musevenis langjährige Herrschaft dar. Er hat weitverbreitete Unregelmäßigkeiten und Wahlbetrug behauptet, Behauptungen, die die Wahlkommission bestreitet. Internationale Beobachter haben Bedenken hinsichtlich der Fairness und Transparenz des Wahlprozesses geäußert.
Die aktuelle Lage bleibt angespannt, da Wine seine Anhänger auffordert, die Ergebnisse abzulehnen. Die Regierung hat Sicherheitskräfte in der gesamten Hauptstadt Kampala und anderen Großstädten eingesetzt. Die nächsten Schritte bleiben ungewiss, aber es werden potenzielle rechtliche Anfechtungen der Wahlergebnisse und anhaltende Proteste erwartet.
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