Die NASA hat am Samstag das Raumschiff von Artemis II ausgefahren und damit einen bedeutenden Schritt in den erneuten Bemühungen der Vereinigten Staaten markiert, Astronauten zum Mond zu schicken. Die integrierte Space Launch System (SLS)-Rakete und das Orion-Raumschiff, das eine vierköpfige Besatzung befördern wird, traten ihre Reise vom Vehicle Assembly Building zum Startplatz 39B gegen 9 Uhr ET an.
Die Behörde schätzte, dass der etwa sechs Kilometer lange Transport des 5 Millionen Kilogramm schweren Raketenstapels bis zu 12 Stunden dauern würde. Die Artemis-II-Mission ist darauf ausgelegt, eine vierköpfige Astronautenbesatzung auf eine Reise um den Mond zu schicken, eine Leistung, die die USA seit über fünf Jahrzehnten nicht mehr vollbracht haben.
"Die Architektur, die Sie hier hinter uns mit SLS und dem Orion-Raumschiff sehen, ist erst der Anfang", sagte NASA-Direktor Jared Isaacman Reportern auf der Veranstaltung.
Das Artemis-Programm stellt eine breitere internationale Anstrengung dar, Menschen zur Mondoberfläche zurückzubringen und dort eine langfristige Präsenz aufzubauen. Diese Initiative baut auf dem Erbe der Apollo-Missionen der 1960er und 70er Jahre auf, jedoch mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit und internationale Zusammenarbeit. Nationen auf der ganzen Welt tragen zum Artemis-Programm bei, wobei die Europäische Weltraumorganisation (ESA) das Servicemodul für das Orion-Raumschiff bereitstellt und auch Länder wie Japan und Kanada eine Schlüsselrolle spielen.
Die Rückkehr zum Mond ist nicht nur ein wissenschaftliches Unterfangen; sie hat auch geopolitische Implikationen. Da auch andere Nationen, darunter China, Mondforschungsprogramme verfolgen, kann die Artemis-Mission als Teil eines breiteren Wettbewerbs um Einfluss im Weltraum gesehen werden. Das Programm zielt darauf ab, die friedliche Zusammenarbeit zwischen den Nationen zu fördern und gleichzeitig die Führungsrolle der USA in der Weltraumforschung zu behaupten.
Das Artemis-Programm hat auch potenzielle wirtschaftliche Vorteile und fördert Innovationen in Bereichen wie Robotik, Materialwissenschaft und Antriebssysteme. Diese Fortschritte könnten Anwendungen weit über die Weltraumforschung hinaus haben und Industrien weltweit zugute kommen.
Der Start der Artemis-II-Mission ist derzeit für Ende 2024 geplant. Die Mission wird den Weg für Artemis III ebnen, die darauf abzielt, Astronauten auf der Mondoberfläche zu landen, möglicherweise einschließlich der ersten Frau und der ersten People of Color, die den Mond betreten.
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