Senegal besiegte Gastgeber Marokko mit 1:0 nach Verlängerung und gewann am Sonntag das Finale des Afrika-Cups (AFCON) 2025, nachdem die senegalesische Mannschaft mit einem umstrittenen Walk-Off protestiert hatte. Der Sieg, der im Stade Mohammed V in Casablanca errungen wurde, wurde durch das Tor des Mittelfeldspielers Pape Gueye in der 94. Minute gesichert.
Das Spiel wurde durch eine 14-minütige Verzögerung in der zweiten Halbzeit getrübt, als Marokko ein Elfmeter zugesprochen wurde, nachdem ein Video Assistant Referee (VAR) festgestellt hatte, dass Senegals Verteidiger Brahim Diaz zu Boden gezogen hatte. Diaz konnte den Elfmeter jedoch nicht verwandeln und schoss daneben. Aus Protest gegen die Elfmeterentscheidung beorderte Senegals Trainer Pape Bouna Thiaw seine Spieler vom Platz. Es war Starspieler Sadio Mané, der seine Teamkollegen schließlich überzeugte, zurückzukehren und das Spiel fortzusetzen.
Der Vorfall unterstreicht den immensen Druck und die Kritik an der Schiedsrichterleistung im afrikanischen Fußball, wo Entscheidungen oft durch die Brille des Nationalstolzes und regionaler Rivalitäten betrachtet werden. VAR, der eigentlich die Genauigkeit verbessern soll, war zeitweise eine Quelle weiterer Auseinandersetzungen und löste Debatten über seine Implementierung und Interpretation in verschiedenen Ligen und Turnieren aus.
Senegals Sieg markiert ihren zweiten AFCON-Titel und festigt ihre Position als dominierende Kraft im afrikanischen Fußball. Der Sieg ist eine bedeutende Leistung für die Nation, die in den letzten Jahren stark in die Fußballentwicklung investiert hat. Für Marokko ist die Niederlage, insbesondere als Gastgeber, eine bittere Enttäuschung und stellt eine weitere knappe Niederlage in ihrem Streben nach einem zweiten AFCON-Titel dar, den sie erstmals 1976 gewannen.
Der afrikanische Fußballverband (CAF) wird voraussichtlich die Ereignisse rund um den Walk-Off-Protest überprüfen. Der Vorfall könnte je nach den Ergebnissen der Überprüfung zu Sanktionen führen. Die Siegesfeiern im Senegal werden voraussichtlich mehrere Tage andauern, während sich in Marokko der Fokus wahrscheinlich auf die Analyse der Faktoren verlagern wird, die zu ihrer Niederlage beigetragen haben, und auf die Vorbereitung auf zukünftige Wettbewerbe.
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