Kambodschanische Behörden haben den Geschäftsmann Kuong Li (50) im Anschluss an eine BBC Eye-Recherche zu mutmaßlichen Online-Betrugsaktivitäten festgenommen. Li wurde wegen illegaler Anwerbung zur Ausbeutung, schweren Betrugs, organisierter Kriminalität und Geldwäsche angeklagt. Das Gericht in Phnom Penh ordnete am 15. Januar seine Untersuchungshaft an.
Die Anklagen beziehen sich auf mutmaßliche Straftaten, die seit 2019 in Kambodscha und an anderen Orten begangen wurden. Lis Verhaftung ist Teil eines umfassenderen Vorgehens gegen organisierten Online-Betrug. Er wurde in dem BBC Eye-Bericht vom März 2023 mit dem Titel "The Pig Butchering Romance Scam" vorgestellt.
Die Ermittlungen konzentrierten sich auf das Huang Le-Gelände in Sihanoukville, das sich im Besitz von Li befindet. Auf dem Gelände sollen Betrugsaktivitäten stattgefunden haben, die Menschenhandel und Betrug beinhalteten. Das kambodschanische Informationsministerium hat noch keine Erklärung zu der Verhaftung und den potenziellen Auswirkungen auf das Geschäftsklimas der Region abgegeben.
Die BBC Eye-Recherche deckte mutmaßlichen Menschenhandel und Betrug innerhalb von Betrugskomplexen in Südostasien auf. Diese Komplexe generieren Berichten zufolge erhebliche illegale Einnahmen. Weitere Verfahren sind anhängig.
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