Die Vorstandsvorsitzenden der größten Krankenversicherungsunternehmen des Landes sagten am Donnerstag vor dem Repräsentantenhaus aus und führten die steigenden Kosten für die medizinische Versorgung auf Krankenhäuser und Pharmahersteller zurück. Zuvor hatten sich die Gesetzgeber beider Parteien besorgt über die Bezahlbarkeit der Gesundheitsversorgung geäußert. Die Führungskräfte traten in aufeinanderfolgenden Anhörungen vor dem Repräsentantenhaus auf und wurden von Mitgliedern beider Parteien kritisiert, die ihre Unzufriedenheit mit den Bemühungen der Branche zur Kostensenkung zum Ausdruck brachten.
Die Kongressabgeordneten kritisierten die Versicherer an mehreren Fronten, darunter die Vergütung der Führungskräfte und die häufige Ablehnung oder Verzögerung von Zahlungen für die Patientenversorgung. Trotz Meinungsverschiedenheiten über die Auswirkungen des Affordable Care Act auf Prämien und Selbstbeteiligungskosten waren sich Republikaner und Demokraten in den Ausschüssen einig, dass die Versicherer die steigenden Kosten nicht wirksam eingedämmt hätten.
Der Abgeordnete Jason Smith, Republikaner aus Missouri und Vorsitzender des House Ways and Means Committee, erklärte: "Ich habe noch keinen einzigen Amerikaner getroffen, der glaubt, dass Krankenversicherer die Kosten wirksam senken." Er fügte hinzu, dass die Prämien steigen und die Patienten zu kämpfen haben.
Der Versuch der Versicherer, die Schuld von sich zu weisen, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Gesundheitskosten weiter steigen und sich auf Einzelpersonen, Familien und die Gesamtwirtschaft auswirken. Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erreichten die nationalen Gesundheitsausgaben im Jahr 2021 4,3 Billionen Dollar oder 12.914 Dollar pro Person. Dies entspricht 18,3 % des Bruttoinlandsprodukts des Landes. Die steigenden Kosten werden durch Faktoren wie eine alternde Bevölkerung, Fortschritte in der Medizintechnik und die zunehmende Verbreitung chronischer Krankheiten verursacht.
Dr. Emily Carter, eine Expertin für Gesundheitspolitik bei der Kaiser Family Foundation, merkte an, dass zwar Krankenhäuser und Pharmaunternehmen sicherlich zu den hohen Kosten beitragen, aber auch die Versicherer durch Verwaltungskosten, Marketing und Gewinnmargen eine Rolle spielen. "Es ist ein komplexes System, und es gibt keine einzelne Einheit, die allein verantwortlich ist", sagte Carter. "Jeder Akteur hat Hebel, an denen er ziehen kann, um die Kosten zu beeinflussen."
Die praktischen Auswirkungen für die Verbraucher sind höhere Prämien, Selbstbeteiligungen und Zuzahlungen, was möglicherweise zu einer verzögerten oder unterlassenen medizinischen Versorgung führt. Eine kürzlich im Journal of the American Medical Association veröffentlichte Studie ergab, dass Personen mit Krankenversicherungen mit hoher Selbstbeteiligung eher notwendige medizinische Behandlungen aufgrund von Kostenbedenken aufschieben.
Die Anhörungen wurden ohne einen klaren Weg nach vorn abgeschlossen, aber die Gesetzgeber signalisierten ihre Absicht, die Faktoren, die die Gesundheitskosten in die Höhe treiben, weiter zu untersuchen und mögliche Gesetzeslösungen zu prüfen. Weitere Anhörungen werden in den kommenden Monaten erwartet, wobei der Schwerpunkt auf den spezifischen Preisgestaltungsstrategien von Krankenhäusern und Pharmaunternehmen liegen wird. Die Debatte über die Bezahlbarkeit der Gesundheitsversorgung wird sich wahrscheinlich fortsetzen, da die politischen Entscheidungsträger mit der Herausforderung zu kämpfen haben, Zugang, Qualität und Kosten in Einklang zu bringen.
Discussion
Join the conversation
Be the first to comment