Ubisoft hat diese Woche einen schweren Schlag erlitten und die Streichung von sechs unveröffentlichten Titeln bekannt gegeben, darunter ein Remake des beliebten Klassikers Prince of Persia: The Sands of Time, sowie die Schließung mehrerer Studios, was in der Gaming-Welt für Schockwellen sorgte. Die am Donnerstag bestätigte Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen mit sich ändernden Markttrends und der Notwendigkeit, seine Abläufe zu rationalisieren, zu kämpfen hat, wie aus einer Erklärung von Ubisoft-CEO Yves Guillemot hervorgeht.
Die Streichung des Prince of Persia-Remakes ist besonders schmerzhaft für Fans, die seit der ersten Ankündigung im Jahr 2020 sehnsüchtig auf die Rückkehr gewartet haben. Das Projekt, das ursprünglich im Januar 2021 erscheinen sollte, war mit zahlreichen Verzögerungen und einem Wechsel der Entwicklungsteams konfrontiert und erreichte letztendlich nicht die Ziellinie. Dies ist ein erheblicher Fauxpas für Ubisoft, der an die Schwierigkeiten anderer Studios erinnert, die versucht haben, ikonische Franchises wiederzubeleben, wie z. B. der holprige Start von Konamis Silent Hill: Homecoming im Jahr 2008, dem es ebenfalls nicht gelang, die Magie des Originals einzufangen.
"Wir evaluieren ständig unser Portfolio und unsere Pipeline, um sicherzustellen, dass wir die Spiele liefern, die die Spieler spielen wollen", erklärte Guillemot in der Pressemitteilung. "Auch wenn diese Entscheidungen nie einfach sind, glauben wir, dass sie notwendig sind, um Ubisoft für langfristigen Erfolg zu positionieren."
Die anderen fünf gestrichenen Titel bleiben weitgehend im Dunkeln, da Ubisoft keine konkreten Details bekannt geben wollte. Branchenanalysten spekulieren jedoch, dass es sich wahrscheinlich um Projekte in einem frühen Entwicklungsstadium handelte, die nicht mit der überarbeiteten strategischen Ausrichtung des Unternehmens übereinstimmten. Diese strategische Verlagerung scheint sich auf die Stärkung der bestehenden Ubisoft-Franchises wie Assassin's Creed und Far Cry zu konzentrieren, die durchweg starke Umsatzzahlen erzielt haben.
Die Schließung von Studios, deren Anzahl und Standorte nicht genannt wurden, wird voraussichtlich Auswirkungen auf die Entwicklungsteams im gesamten globalen Netzwerk von Ubisoft haben. Dieser Schritt spiegelt ähnliche Restrukturierungsmaßnahmen wider, die in den letzten Jahren von anderen großen Publishern durchgeführt wurden, da sich die Gaming-Industrie weiter konsolidiert und an den Aufstieg von Live-Service-Spielen und Abonnementmodellen anpasst.
"Die Gaming-Landschaft entwickelt sich ständig weiter, und wir müssen uns anpassen, um die Nase vorn zu haben", sagte ein anonymer Ubisoft-Entwickler, der sich aufgrund der Unternehmensrichtlinien nur unter der Bedingung der Anonymität äußerte. "Es ist hart zu sehen, wie Projekte auf Eis gelegt werden und Kollegen ihren Arbeitsplatz verlieren, aber hoffentlich wird dies Ubisoft ermöglichen, sich darauf zu konzentrieren, in Zukunft qualitativ hochwertigere Erlebnisse zu liefern."
Die Nachricht wurde von Spielern und Branchenbeobachtern gleichermaßen mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Während einige ihre Enttäuschung über den Verlust potenziell aufregender neuer Titel zum Ausdruck bringen, erkennen andere die Notwendigkeit an, dass Ubisoft schwierige Entscheidungen treffen muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die langfristigen Auswirkungen dieser Streichungen und Studioschließungen auf die Zukunft von Ubisoft bleiben abzuwarten, aber eines ist klar: Das Unternehmen setzt alles auf seine etablierten Franchises, um es durch diese Übergangsphase zu tragen. Ubisoft hat noch keine Pläne für die Umverteilung von Entwicklern oder die Unterstützung der von den Studioschließungen Betroffenen bekannt gegeben. Weitere Updates werden in den kommenden Wochen erwartet, während das Unternehmen diese schwierige Zeit bewältigt.
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