Tausende Menschen leben in Häusern, die ein Risiko für ihre Gesundheit und Sicherheit darstellen, nachdem Mitglieder des Parlaments das "katastrophale Versagen" zweier staatlicher Dämmprogramme beschrieben haben. In mehr als 30.000 Häusern, in denen seit 2022 im Rahmen von Regierungsprogrammen Dämmstoffe eingebaut wurden, wurden erhebliche Mängel festgestellt.
Der Public Accounts Committee, ein parlamentarisches Gremium, das die Staatsausgaben überwacht, erklärte, dass das "Ausmaß der Nichteinhaltung" durch die Installateure eine Untersuchung wegen potenziellen Betrugs rechtfertige, und kritisierte die derzeitige Reaktion der Regierung als "nicht glaubwürdig". Der Ausschuss wies insbesondere auf die 2022 initiierten Dämmprogramme ECO 4 und GBIS hin, die in ihrer Konzeption grundlegend fehlerhaft seien, was darauf hindeute, dass sie aufgrund mangelnder Aufsicht durch hochrangige Regierungsbeamte fast "zum Scheitern verurteilt" gewesen seien.
Diese Programme, die darauf abzielen, die Energieeffizienz zu verbessern und Energiearmut zu verringern, haben stattdessen zu weitverbreiteten Problemen wie Feuchtigkeit und Schimmel geführt, die die Gesundheit der Bewohner gefährden. Der Bericht des Ausschusses hebt eine erhebliche Diskrepanz zwischen den beabsichtigten Zielen der Programme und ihrer tatsächlichen Umsetzung hervor und wirft Fragen nach der Wirksamkeit der staatlichen Aufsicht und Qualitätskontrolle bei groß angelegten öffentlichen Bauvorhaben auf.
Ein Sprecher des Ministeriums für Energiesicherheit und Netto-Null wies die Behauptungen über weitverbreitete Gesundheits- und Sicherheitsrisiken zurück und erklärte, dies sei "kategorisch unwahr". Der Sprecher fügte hinzu, dass "dies für die überwiegende Mehrheit bedeutet, dass ein Haus möglicherweise nicht so energieeffizient ist, wie es sein sollte". Diese Aussage steht in krassem Gegensatz zu den Feststellungen des Public Accounts Committee, das die Schwere der Mängel und die potenziellen gesundheitlichen Folgen für die betroffenen Bewohner betonte.
Die Situation unterstreicht die Herausforderungen bei der Umsetzung komplexer Energieeffizienzprogramme und die Bedeutung robuster Überwachungs- und Durchsetzungsmechanismen. Der Public Accounts Committee hat eine gründliche Untersuchung des mutmaßlichen Betrugs und eine umfassende Überprüfung des Vorgehens der Regierung bei Dämmprogrammen gefordert. Der Bericht des Ausschusses wirft auch weitergehende Fragen nach der Rechenschaftspflicht und der Notwendigkeit größerer Transparenz bei staatlich finanzierten Initiativen auf. Die nächsten Schritte werden wahrscheinlich weitere Kontrollen durch parlamentarische Ausschüsse und mögliche rechtliche Schritte gegen nicht konforme Installateure sowie Bemühungen zur Sanierung der betroffenen Häuser und zur Gewährleistung der Sicherheit und des Wohlergehens der Bewohner umfassen.
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